Über uns

1. Reihe sitzend von links: Franz Püttmann, Richard Ermecke, Hubert Ermecke, ?, Josef Hennecke, Wilhelm Greve, Albin Stöwer, Franz Wulff

2. Reihe knieend von links: Franz Gamm, Josef Greve, Paul Püttmann, Theresia Wiese-Hanses, Theresia Mette, ?, ?, Ida Nübolt, Kohle, Bernhard Wulff, Peter Lingemann

3. Reihe: Lehrer Detmer, Maria Pape, ?, ?, Josefa Pape, ?, ?, Johanna Schulte, Josefa Hanses-Schmitten, Anna Kohle, Maria Rohleder, ?, ?, Pfarrer Hufnagel

4. Reihe: ?, ?, Bertha Püttmann, Maria Schneider, Maria Stöwer-Tannek, ?, Maria Püttmann, Maria Birkenheuer, Schwester von Franz Schmidt, ?, Walburga Heimes, ?, Maria Schäfers, Paul Mette, ?

5. ?, Richard Schneider, ?, ?, Egon Zens, Josef Ermecke, Hubert Lingemann, ?, ?, ?, Franz Wulf jun., Josef Sprenger, ?, ?, ?, ?, ?

 

 

 

 

Eine Niederschrift über die Gründung des Tambourcorps liegt nicht vor. Die Ursprünge lassen sich jedoch anhand anderer Dokumente bis ins Jahr 1899 zurückverfolgen. Die Anfänge wurden offenbar in der Fleckenberger Schule gelegt. So zeigt ein Foto aus dem Jahre 1899 eine Schülergruppe, in der sich unter anderem zwei Trommler und sieben Flötisten befinden. Auf einem weiteren Foto aus dem Jahre 1902 sind es sogar schon 12 Flötisten. Verantwortliche Lehrpersonen der Schule waren damals Lehrer Dettmer und Pastor Hufnagel.

 

Aus diesen schulischen Anfängen machte sich dann im Jahre 1910 das Tambourcorps "selbständig". Zehn Fleckenberger Bürger waren der Meinung, dass "das Trommeln und Pfeifen ein fein Getön" zu den vielen Veranstaltungen der heimischen Vereine geben könne. Als Initiatoren hervorzuheben sind besonders die Brüder Hubert und Richard Ermecke (Riekes). Instrumente wurden besorgt, die kleinen Trommeln auf beiden Seiten mit Tierhaut bespannt, und schon bald traten die "Knüppelmusiker" zum ersten Mal in Aktion. Durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges verschwand das Corps aber wieder aus dem Dorfbild.
Im Jahre 1922 schlossen sich dann unter Tambourmajor Anton Sasse wieder 12 Musiker zusammen und wirkten wieder bei allen dörflichen Anlässen mit. Nachfolger von Anton Sasse wurde 1924 Karl Ermecke, in dessen Amtszeit die Beschaffung einer großen Trommel fiel. Um die musikalische Ausbildung machte sich der im Jahre 1958 verstorbene Bernhard Wulff verdient.
1926 erhielt das Corps unter Otto Stöwer starken Nachwuchs. Ab 1930 trug Erich Schneider die Schwalbennester mit den goldenen Fransen eines Tambourmajors. In diesem Jahr wurden die ersten grünen Uniformen mit Mützen und Lederzeug angeschafft. Hervorzuheben ist, dass die Tamboure von 1925 bis 1938 an verschiedenen Wettstreiten erfolgreich teilnahmen. Ein heute noch erhaltenes Marschbuch für 2 Flöten und Trommel -Jahrgang 1914- 10 schneidige Märsche, bearbeitet von Paul Merkelt, Verlag Anton J. Benjamin, Leipzig, ist bedruckt mit einem Rundstempel. Danach nannte sich das Corps: "Tambour-Corps Immerlustig Fleckenberg". Bis zum Jahre 1935 war das Corps dem so genannten katholischen Jünglingsverein Fleckenberg angehörig.
Als 1935 der damalige Amtsbrandmeister Reinhold Böttger das Corps zum "Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr" erklärte, brach eine neue Ära an. Die grünen Uniformen wurden von den dunkelblauen der Feuerwehr abgelöst. Doch bald setzte der Krieg auch hier wieder ein Ende. Sechs Mitglieder wurden Opfer des Krieges. Besonders verdient gemacht haben sich im Laufe der Zeit um das Fortbestehen und die Zusammengehörigkeit des Corps Karl Ermecke und Egon Schulte sowie Gerhard Schröder (diese haben sich von 1930 bis 1949 vor allem um die musikalische Erziehung der Musiker bemüht).
Begeisterte junge Leute suchten im Jahre 1949 die altvertrauten Instrumente hervor, kauften neue hinzu und brachten das Corps wieder auf die Beine. An dem Wiederaufbau waren vor allem die Brüder Karl und Josef Stöwer beteiligt. Karl Stöwer zeichnete für die Ausbildung der Trommler und Josef Stöwer für die Ausbildung der Flötisten verantwortlich. Anfangs erwählten sie sich Erich Schneider, kurze Zeit später Edmund Wiese zu ihrem Tambourmajor. Edmund Wiese übte dieses Amt bis einschließlich Ende 1969 aus.
Unter der Leitung von Werner Leiendecker fand 1970 eine starke Verjüngung statt. Im Jahre 1977 erfolgte dann der Anschluss an den Deutschen Volksmusikerbund. Im Herbst 1979 wurde Jürgen Loos zum Tambourmajor gewählt.
Nach dem Anschluss an den Volksmusikerbund wurde auf Notenausbildung besonderen Wert gelegt. Bis dahin hatte eine derartige Ausbildung nicht stattgefunden. Musikstücke waren entweder nach Gehör oder nach Zahlen und selbstkonstruierten Zeichen einstudiert worden. Die Flötenbesetzung war meistens einstimmig gewesen. Es dauerte einige Jahre, bis sich die Umstellung auf Notenkenntnisse endgültig durchgesetzt hatte. Die Folge ist, dass heute neben den Sopranstimmen ( 1., 2. und 3. Stimme) ein erweiterter Flötensatz (Alt 1 - 3, Diskantstimme) sowie Effektinstrumente etc. zum Einsatz kommen. Das Repertoire besteht heute neben den klassischen Märschen u.a. aus verschiedenen Polkas sowie Musikstücken im Cha-Cha-, Samba- und Rumba-Sound.
Bis Anfang der sechziger Jahre probe man in der Fleckenberger Schützenhalle. Später traf man sich zur Probe im Gasthof Schneider in Niederfleckenberg, Hauptstraße. Nach mehreren Besitzerwechseln (Walter Horn, Theo und Monika Bette sowie M. Gomes) musste sich das Corps im Jahre 1990 einen neuen Übungsraum suchen. Von der Stadt Schmallenberg wurde in der alten Schule ein nicht mehr benutzter, heruntergekommener Klassenraum zur Verfügung gestellt. Durch umfangreiche Eigenleistungen wurde der Raum gründlich renoviert (u.a. neuer Fußbodenbelag, erstmalige Rohrverkleidungen, Fliesen- und Anstreicherarbeiten, Schallisolierungen z.T. durch das Anbringen von Wandteppichen etc.).
Nach der Renovierung konnte man auf den Übungsraum stolz sein. Heute wird er auch wieder für Schulzwecke genutzt. Nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses finden nun in diesem die Musikproben statt, wo sich die Mitglieder jeden Freitag zur gemeinsamen Probe treffen . Auch die Nachwuchsausbildung erfolgt dort. Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre nahm das Corps gelegentlich an Wertungs- und Wettstreiten teil. Hervorzuheben sind hier erste Plazierungen in Altenhundem und Winterberg.
Nachwuchssorgen hat das Tambourcorps derzeit nicht. Der Zuspruch unter den Fleckenberger Jugendlichen ist beachtlich. Im Jahr 2000 hatte das Corps 35 aktive Mitglieder. 18 Jugendliche haben im Laufe des Jahres die Ausbildung begonnen. Auf dem Kameradschaftsabend der Feuerwehr Fleckenberg im Februar 2000 wurde die Stabführung von Jürgen Loos, nach erfolgreicher 21 jähriger Tätigkeit, auf seinen Nachfolger Michael Rörig übertragen.
Am 30. September 2000 feierte das Corps seinen 90. Geburtstag. Gleichzeitig konnte man auf 65 Jahre "Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schmallenberg" stolz sein. Ein weiterer Geburtstag konnte Ehrenmitglied Karl Stöwer feiern. Er trat im Jahre 1935 dem Tambourcorps bei und war im Jahr 2000, seit der Berufung zum Feuerwehr-Spielmannszug (1935) noch einziger Überlebender der damaligen Mitglieder.
Das Tambourcorps hat derzeit 87 Mitglieder, davon sind 52 aktive Spielleute und 35 fördernde Mitglieder. Das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder liegt momentan bei 21 Jahren.

Im Oktober 2004 richtete das Tambourcorps sein erstes eigenes Konzert unter Mitwirkung des Musikvereins Berghausen aus , es war eine gelungene Veranstaltung.

Die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ist auch im Jahr 2006 wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Tambourcorps. Elf junge Musikerinnern und Musiker konnten in diesem Jahr in das Tambourcorps übernommen werden, dass somit zzt. aus insgesamt 59 aktiven Mitgliedern besteht. 

Seit dem Jahr 2001 begleiteten die Spielleute auch das Schützenfest in Olpe, das wohl größte und traditionsreichste Schützenfest der Region. Für den Verein eines der Highlights im jährlichen Veranstaltungskalender. 

Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des Spielmannszuges war die Teilnahme an einer großen Musikparade in Rom aus Anlass der 500-jährigen Grundsteinlegung des Petersdoms und der 500-jährigen Vereidigung der Schweizer Garde. 49 Aktive Musiker nebst fünf Betreuern machten sich im Mai 2006 auf die lange Reise in die Heilige Stadt und erlebten vier spannende Tage.

 

 

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